Solardach-Webseite Stadt Düren
FAQs

 


Wie wird die Leistung einer PV-Anlage angegeben? Was ist ein kWp?

Bis in die jüngste Vergangenheit waren kWp-Angaben (Kilowatt-peak) typisch für die Leistungsbeschreibung von Solarstromanlagen. Mittlerweile werden immer größere Photovoltaik-Kraftwerke errichtet, deren Spitzenleistung in MWp (Megawatt peak) angegeben wird. Der kWp-Wert steht für die optimale Leistung einer Solaranlage, welche bei maximaler Einstrahlung (unter festgelegten Standard-Test-Bedingungen) erreicht werden kann. Der Wert 1 kWp wird auch als Nennwert oder Nennleistung bezeichnet. Da diesbezügliche Messungen jedoch unter Laborbedingungen stattfinden liegt der tatsächlich erreichte Wert in der Regel etwa 15 % unterhalb dieser Leistungsangabe. Der Wert 1 kWp steht in Deutschland für die Produktion von etwa 850 kWh Strom pro Jahr und nimmt ca. 7 m²-Fläche ein. Zuweilen wird die Leistung einer Solaranlage auch in kW angegeben. Pro kW installierter Solarleistung kann in Deutschland standortabhängig mit einer Stromerzeugung zwischen 700 und 1.200 kWh/Jahr gerechnet werden. Im Solarkataster ist die Leistung und die pro kW zu erzeugende Strommenge für jede geeignete Dachfläche individuell errechnet.


Wie hoch ist in etwa der durchschnittliche Verbrauch einer 4köpfigen Familie? Wie groß müsste eine Photovoltaikanlage sein, um den entsprechenden Verbrauch zu decken und welche CO2-Einsparung wird erreicht?  

Eine 4köpfige Familie verbraucht im Jahr etwa 4500 kWh, das entspricht in etwa 5,3 KWp . Durch eine Modulinstallation (15 % Wirkungsgrad) von etwa 38 m² auf sehr gut geeigneten (>=95 % der möglichen Solarstrahlung werden erreicht) bis gut geeigneten (80 - 95 % der Solarstrahlung werden erreicht) Dachflächen kann dieser Leistungsumfang produziert werden. Eine Erzeugung von 4500 kWh ist gleichbedeutend mit einer CO2 -Einsparung von etwa 2400 kg CO2, das ist in etwa die Menge, die ein Kleinwagen bei einer Distanz von 24.000 km verbraucht. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass aktuell noch nicht der gesamte erzielte Stromertrag für den Eigenverbrauch genutzt werden kann. Um möglichst viel Strom im Eigenverbrauch nutzen zu können, sind zusätzliche Speichermedien notwendig (aktuell kann von Kosten von ca. 700 Euro für eine zu speichernde kWh ausgegangen werden). Zu empfehlen sind außerdem „intelligente" Stromsysteme, welche bei einer hohen Solarstromerzeugung automatisiert beispielsweise Waschmaschine und Wäschetrockner anschalten.


Lohnt sich die Errichtung einer PV-Anlage auch noch nach der Absenkung der Einspeisevergütung? 

Eindeutig ja, hohe Renditen sind auch weiterhin möglich. Wichtig ist es fortan einen möglichst hohen Anteil des produzierten Stroms selber zu verbrauchen. Gemäß des Wirtschaftlichkeitsrechners des Umweltinstitutes München würde beispielsweise eine Anlage von 5 kWp (entspricht einer Solardachfläche von ca. 35 m² und etwa 4200 kWh) bei Inanspruchnahme eines Darlehens von 10.000 Euro, einem nominalen Zinssatz von 3,35 % und einem Eigenverbrauch des Stroms von 30 % bereits nach 10 Jahren Gewinn erwirtschaften. Renditen von bis zu 6% sind weiterhin möglich. Ausführliche Informationen zu der Reduzierung der Solarförderung finden Sie hier: http://www.publicsolar.de/de/news.html


In der Kartenanwendung liegen die geeigneten Dachflächen nicht immer direkt auf den Dachflächen des Luftbildes?

Die für die solare Nutzung geeigneten Flächen werden aus einem hochgenauen dreidimensionalen Oberflächenmodell abgeleitet. Die in der Website veröffentlichten Bilder jedoch sind zweidimensional. Um die entsprechenden Gebäudehöhen (und damit die Höhendifferenz) im Luftbild so zu berücksichtigen, dass diese deckungsgleich mit den ermittelten Eignungsflächen sind, so müsste eine aufwändige Entzerrung stattfinden. Diese jedoch wäre für kaum eine Kommune finanzierbar, sodass in der Regel darauf verzichtet wird.


Warum werden manche Adressen bei der Adresssuche nicht gefunden? 

Für die Adresssuche werden sogenannte Hauskoordinaten der Landesvermessung genutzt. Diese Daten werden zwar kontinuierlich aktualisiert, dennoch kann es sein, dass diese nicht immer dem aktuellen Stand entsprechen bzw. bei der großen Fülle der Datensätze einzelne Daten nicht eingepflegt wurden. Daraus resultiert, dass in Ausnahmefällen einzelne Adressen nicht gefunden werden.Zudem verfügen Nebengebäude in der Regel über keine extra Hauskoordinate und besitzen im Solarpotenzialkataster keine Adresse.


Warum können zwei benachbarte Gebäude mit gleicher Dachlage und Verschattung unterschiedliche Solarpotentiale aufweisen?

Verfügen zwei fast identisch geneigte und ausgerichtete Dachflächen zweier Gebäude über eine unterschiedliche Eignung, kann dies durch die Eignungsgrenze verursacht werden. Die Grenze von sehr gut zu gut geeignet liegt bei >=95% der solaren Einstrahlung. Besitzt die eine Dachfläche eine prozentuale Einstrahlung von 95,2% und die andere Dachfläche 94,7%, so ist die Einstrahlungssumme fast identisch, die Dächer werden trotzdem unterschiedlich eingestuft. Zudem zeigen die Potenzialangaben im Solarkataster die Summe aller auf dem Gebäude geeigneten Teilflächen. Die Eignung des Gebäudes wird über eine gewichtete Mittelwertbildung bestimmt. Das Gebäude kann verschieden geeignete Dachteilflächen enthalten, dem Gebäude wird aber nur eine Gesamteignungsstufe zugeordnet und die Summe aller Teilflächen nach Außen gebeben.


Wieso gibt es Dächer die nicht berechnet wurden? / Warum konnten diese Dächer evtl. nicht berechnet werden?

Zu berücksichtigen ist, dass in dem Solarkataster geeignete Dächer in den Farben rot, orange bzw. gelb dargestellt werden. Ist ein Dach nicht farblich gekennzeichnet, heißt das, die Dachflächen sind ungeeignet (eventuell weil es z.B. durch Bäume stark verschattet oder die Dachfläche aufgrund von Aufbauten zu klein ist), oder die Grundlagendaten sind an der Stelle unzureichend und es konnten keine Aussagen getroffen werden. Zudem sind Gebäude, die nach der Erhebung der Stereoluftbilder errichtet wurden, oder in den Liegenschaftsdaten nicht vorhanden waren, nicht berücksichtigt.


Warum wird (trotz Vollfinanzierung) ein Anfangskapital im Solaren Gutachten ausgegeben? Wie erhält der Käufer der Solaranlage dieses zurück?

Als Anfangskapital wird die Mehrwertsteuer der gekauften Anlage ausgezeichnet (19 % des Anschaffungspreises). Diese erhält der Investor jedoch mit der Steuererklärung zurück, sofern er dieses beim Finanzamt beantragt hat. In der Regel wird zu diesem Zwecke eine eigene Gesellschaft bürgerlichen rechts gegründet (GbR), da Besitzer von Photovoltaikanlagen als Gewerbebetreibende fungieren. Wird dann der Verkauf des Stromes mit einer Umsatzsteuer belegt, so kann sich der Besitzer der Anlage den durch den Kauf der Anlage entstandenen Umsatzsteuerbetrag zurückholen. Es empfiehlt sich generell nach einem Kauf einer Solaranlage zu diesem recht komplexen Thema einen Steuerberater bzw. das Finanzamt zu kontaktieren, um ein reibungsloses Vorgehen zu gewährleisten.


Welche Modultypen gibt es im Bereich der Photovoltaik?

Klassischerweise werden Solarmodule unter Verwendung von Silizium hergestellt. Man unterscheidet hierbei in „Dickschicht" und „Dünnschicht"-Module. Monokristalline Solarzellen fallen genau wie polykristalline Module in den Bereich der Dickschicht-Module. Erstere sind verhältnismäßig teuer, weisen aber auch einen sehr hohen Wirkungsgrad auf (bis zu 20 %). Monokristalline Solarzellen werden in einem aufwendigen Verfahren aus Silizium hergestellt. Einkristalline Stäbe werden aus einer Siliziumschmelze gezogen, anschließend werden diese Stäbe in dünne Scheiben zerteilt, welche „Wafer" genannt werden. Polykristalline Module sind die am häufigsten installierten Bausteine. Diese sind vergleichsweise günstig, weisen aber einen nicht so hohen Wirkungsgrad wie monokristalline Module auf. Die Herstellung der Module ist weniger aufwändig und es entstehen weniger Abfälle als bei monokristallinen Anlagentypen, daher ist auch die Umweltbilanz dieser Module besser. Dünnschichtmodule sind verhältnismäßig leicht und preisgünstig herzustellen. Allerdings haben diese einen geringeren Wirkungsgrad als andere Solarzellen und benötigen deshalb relativ viel Fläche.


Wie sieht die Preisentwicklung bei Solarmodulen und herkömmlichem Strom aus?

Photovoltaik-Anlagen rechnen sich nicht zuletzt durch kontinuierlich sinkende Anlagenpreise und permanent steigende Preise herkömmlichen Stroms. Seit 2006 sind Solarstromanlagen im Mittel um nahezu 60 % günstiger geworden. Während in dem genannten Jahr der Preis für ein 1 kWp bei ca. 5000 Euro lag, so beträgt dieser aktuell nur noch etwa 2000 Euro. Der Strompreis hingegen ist von etwa 16 Cent (2002) auf nahezu 25 Cent im Jahre 2011 gestiegen. Dieses bedeutet einen Preisanstieg um 56 %.


In der Presse liest man, dass Photovoltaikanlagen bei einem Brand kaum zu löschen sind?

In der Anfangszeit der Photovoltaikanlagen entstanden viele Unsicherheiten, wie bei einem Brand vorzugehen ist. Mittlerweile sind Feuerwehren bundesweit gut geschult und wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband Schulungsunterlagen für Einsatzkräfte und Installateure erzeugt. Eine entsprechende Broschüre kann hier heruntergeladen werden: http://www.feuerwehrverband.de/fileadmin/dfv/Dateien/Fachwissen/BSW_Feuerwehrbroschuere_2010.pdf


Was ist der optimale Sonneneinfallswinkel für eine Fotovoltaikanlage?

Rechnerisch ist die Energieausbeute am größten, wenn das Sonnenlicht im rechten Winkel auf die Solarzellen trifft. Der optimale Sonneneinfallswinkel in unseren Breitengraden liegt bei etwa 35 Grad und Südausrichtung.


Warum sind einige bestehende Photovoltaikanlagen im System nicht ersichtlich?

Aktuell werden bestehende Photovoltaikanlagen zum Stand "September 2011" dargestellt.
Zu berücksichtigen ist zudem, dass diese aus Datenschutzgründen nur bis zu einem Maßstab von 1:15.000 präsentiert werden. Zoomt ein Anwender also "sehr tief" in die Karte hinein, so sind die bestehenden Anlagen nicht ersichtlich.
 


Welcher Eigenverbrauch des Stromes ist möglich?

Der Gewinn Ihrer Anlage ist umso höher, je mehr Solarstrom im Eigenverbrauch genutzt wird. Da die prozentuale Rate des Eigenverbrauches abhängig ist von der Größe der PV-Anlage und dem Energieverbrauchsverhalten ist es nicht möglich, allgemeingültige Werte zu fixieren.
Folgende (grobe) Richtwerte sollen jedoch als Orientierung dienen:
 
a)
Die Hausbewohner verbrauchen mehrheitlich Abends den produzierten Strom. Besonders ressourcenverbrauchende Geräte (Trockner, Waschmaschine, Staubsauger, etc.) kommen primär am Abend zum Einsatz.
 
Der Eigenverbrauch liegt zwischen 5 und 10 %.
 
b)
Vielfach wird Strom Abends verbraucht, jedoch kommen energieintensive Geräte auch tagsüber zum Einsatz.
 
Der Eigenverbrauch liegt zwischen 10 und 15 %.
 
c) Vielfach wird Strom tagsüber verbraucht, jedoch kommen energieintensive Geräte auch am Abend zum Einsatz.
 
Der Eigenverbrauch liegt zwischen 15 und 20%.
 
d)
Der Großteil des Stroms wird tagsüber verbraucht. Es wird (ggf. per Zeitschaltuhr) darauf geachtet, dass energieanspruchsvolle Geräte am Tag eingesetzt werden.
 
Der Eigenverbrauch liegt zwischen 20 und 30%.
 
e)
Der Großteil des Stroms wird tagsüber verbraucht. Es wird (ggf. per Zeitschaltuhr) darauf geachtet, dass energieanspruchsvolle Geräte am Tag eingesetzt werden. Für einen optimalen Eigenverbrauch des Stromes wird dieser in einem Batteriesystem gespeichert.
 
Der Eigenverbrauch liegt zwischen 30 und 40%.